[12] Haushalts- und Wirtschaftsführung des Instituts für Deutsche Sprache Mannheim

Untersuchungsgegenstand und Empfehlung

Das Institut für Deutsche Sprache gehört der Leibniz-Gemeinschaft an und wird durch den Bund und die Gemeinschaft der Länder finanziert. Es erbringt viele Dienstleistungen für die Wissenschaft in Deutschland und weltweit. Dort ist auch die Geschäftsstelle des Rats für deutsche Rechtschreibung angesiedelt. Neben zahlreichen Publikationen bietet das Institut Korpora, die empirische Forschungen mit der deutschen Sprache ermöglichen. Der Rechnungshof hat angeregt, die Finanzierungsquoten zu ändern. Würde das Institut als Einrichtung eingestuft, die in erheblichem Umfang wissenschaftliche Infrastrukturaufgaben wahrnimmt, reduzierte sich der Anteil Baden-Württembergs um jährlich rund 2 Mio. Euro.

Die Prüfung zeigte, dass das Institut gut wirtschaftet. Der Rechnungshof empfahl, die Organisation zu ändern, beispielsweise die Öffentlichkeitsarbeit neu zu strukturieren und den juristischen Sachverstand zu stärken. Außerdem gab der Rechnungshof einige Hinweise zu Ausschreibungsverfahren und zur Personalverwaltung bei befristeten Stellen.

Dem Wissenschaftsministerium gab der Rechnungshof Empfehlungen zum zeitlichen Ablauf bei der Erstellung der Zuwendungsbescheide und bei der Prüfung der Mittelverwendung.

Umgesetztes Ergebnis

Das Wissenschaftsministerium hat zugesagt, den zeitlichen Ablauf künftig zu straffen. Das Institut für Deutsche Sprache hat die Anregungen des Rechnungshofs weitgehend aufgegriffen.