[9] Haushalts- und Wirtschaftsführung des Botanischen Instituts am Karlsruher Institut für Technologie

Untersuchungsgegenstand und Empfehlung

Das Botanische Institut ist eines von sieben Instituten der Fakultät für Chemie und Biowissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Institut ist auf fünf Standorte im Stadtgebiet verteilt. Dies führt zu getrennt agierenden Einheiten. Sowohl im wissenschaftlichen Bereich als auch im Verwaltungsbereich verursachen die langen Wege einen hohen Zeitaufwand. Die Professoren des Instituts erbringen eine bemerkenswert hohe Lehrleistung sowohl in der Bachelor- und Masterausbildung als auch bei der Betreuung der zahlreichen Doktoranden. Zum Botanischen Institut gehört ein Botanischer Garten, der ausschließlich der Forschung und Lehre dient. Die Gartenfläche beträgt etwa 12.000 m2, davon sind etwa 1.800 m2 Gewächshausflächen. Die Gewächshäuser stammen aus den 1960er Jahren und befinden sich in einem desolaten baulichen Zustand. Dies hat enorm hohe Energiebewirtschaftungskosten zur Folge. Außerdem entstehen durch die veraltete gebäudetechnische Ausstattung unnötiger Arbeitsaufwand und Überstunden beim gärtnerischen Personal.

Der Rechnungshof hat vorgeschlagen, die verteilte Unterbringung des Botanischen Instituts zu beenden, um damit die Effizienz des Instituts zu verbessern. Die Gebäude des Botanischen Gartens müssen dringend auch energetisch saniert werden. Einzelne Räume des Instituts sollen einer zweckentsprechenden Verwendung zugeführt bzw. ein Mietverhältnis mit einem Externen beendet werden. Ggfs. soll die Miete angepasst werden.

Umgesetztes Ergebnis

Das KIT beabsichtigt, 2016 das Botanische Institut in einem renovierten Gebäude zusammen zu legen. Die beanstandete Unterbringungssituation wird dadurch beendet. Eine energetische Sanierung der Gewächshäuser im Botanischen Garten lässt sich nach Angaben des Landesbetriebs Vermögen und Bau nicht durchführen. Das KIT plant stattdessen die Verlegung des Botanischen Gartens und den Aufbau der Gewächshäuser an anderer Stelle. Die Neuunterbringung wird einen insgesamt effizienteren Betrieb des Instituts und des Botanischen Gartens ermöglichen. Das Mietverhältnis bleibt bestehen. Die Miete wurde erhöht. Den Empfehlungen des Rechnungshofs wird weitgehend entsprochen.