[14] Universitäten

Untersuchungsgegenstand und Empfehlung

Die Finanzkontrolle prüft regelmäßig die Haushalts- und Wirtschaftsführung der neun Universitäten des Landes.

Geprüft wurden in den letzten Jahren u. a. die Fachbereiche Biologie, Philosophie und Rechtswissenschaft der Universität Konstanz, das Institut für Botanik der Universität Hohenheim und die Fakultäten für Chemie an den Universitäten Karlsruhe und Heidelberg. Im Querschnitt geprüft wurden die Abrechnung und Vergütung der Lehraufträge an der Universität Freiburg, die Abrechnung von Auslandsdienstreisen an allen Universitäten und die von den Universitäten eingerichteten und betriebenen Gästehäuser.

Typische Beanstandungen ergaben sich, wenn die dezentralen Einheiten (Institute, Fachbereiche, Fakultäten) zentrale Vorgaben des Rektorats oder des Wissenschaftsministeriums nicht eingehalten hatten, wenn zu lange Bearbeitungszeiten festgestellt wurden oder die geprüften Vorgänge (Auszahlungen, Beschaffungen) nicht ausreichend dokumentiert waren. Als besonders fehleranfällig erwiesen sich häufig dezentral veranlasste Beschaffungen sowie die Dokumentation und Überwachung der Lehrverpflichtung durch Dekane und Rektorat.

Keine bedeutenden Beanstandungen ergaben sich dagegen bei der Prüfung der Auslandsdienstreisen an den Universitäten. Da die Haushaltsmittel, die den Fakultäten und Instituten für diese Reisen zur Verfügung stehen, in der Regel sehr knapp bemessen sind, wurden bei vielen Reisen die gesetzlich oder tariflich vorgesehenen Reisekostenerstattungen nicht ausgeschöpft. Durch den ausdrücklichen Verzicht auf die vollständige Erstattung von Auslandsreisekosten wurden zahlreiche Reisen, die dem Austausch von Forschungsergebnissen oder Lehrzwecken dienten, erst möglich.

Umgesetztes Ergebnis

Die Prüfungen führen in der Regel zu den von der Finanzkontrolle angeregten Prozessverbesserungen, gelegentlich auch zu nachträglichen Korrekturen oder Rückforderungen im Einzelfall.