Moderne Finanzkontrolle

Ziel der Finanzkontrolle ist es, zur Wirtschaftlichkeit der Landesverwaltung beizutragen. Dieses Ziel wird durch die Prüfungen erreicht, die zunehmend beratende Elemente umfassen.

In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess optimiert die Finanzkontrolle die Qualität und Wirksamkeit ihrer Arbeit. Durch Befragung der geprüften Einrichtungen lotet die Finanzkontrolle aus, wie Prüfungsverfahren verbessert werden können. Unser Ziel ist es, Optimierungsprozesse anzustoßen.

Die Finanzkontrolle Baden-Württemberg verfügt über Mitarbeiter mit einem breiten Spektrum an beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen: Hauptsächlich sind Verwaltungswirte eingesetzt. Daneben prüfen aber auch Bauingenieure, Betriebswirte, Finanzwirte, Forstwirte, Informatiker, Juristen und Rechtspfleger. Wissen, Berufserfahrung und die Kenntnis der Aufgaben, Prozesse und Strukturen der Landesverwaltung sind die Grundlagen einer erfolgreichen Finanzkontrolle. Deshalb legt der Rechnungshof besonderen Wert auf die Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Deren Prüfungskompetenz wird durch interne und externe Schulungen unterstützt. Die Hospitation und der Personalaustausch bei Stellen innerhalb und außerhalb der Landesverwaltung fördern den Wissenstransfer und die Praxiserfahrung. Einige Mitarbeiter wurden durch einen Lehrgang bei der Führungsakademie Baden-Württemberg qualifiziert.

Seit 2006 baut die Finanzkontrolle ein internes Wissensmanagement auf. Zentrales Element ist ein webbasiertes Mitarbeiterportal. Mithilfe dieses Instruments geben die Mitarbeiter eigenes Wissen weiter und profitieren von den Erfahrungen der anderen.

Auf Anregung des Vorsitzenden des Finanzausschusses hat der Rechnungshof zudem neue Informationsmöglichkeiten geschaffen: Der parlamentarische Beratungsstand der seit 2008 veröffentlichten Empfehlungen kann im Internet abgerufen werden. Jede Empfehlung ist mit dem aktuellen Sachstand in Kurzfassung dargestellt. Das Fundstellenverzeichnis der Landtagsdrucksachen ist angeschlossen. Bis dahin gab es als Informationsquelle nur das Landtagsinformationssystem. Dieses bildet jedoch die Fundstellen nur für eine Legislaturperiode ab. Häufig erstreckt sich aber die parlamentarische Beratung der Empfehlungen über mehr als eine Legislaturperiode: Der Landtag lässt sich regelmäßig im Zeitabstand von der Landesregierung berichten, ob und wie Empfehlungen umgesetzt worden sind.

Letzte Änderung dieses Artikels: 15.11.2010