[49] Haushalts- und Wirtschaftsführung der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

Denkschrift 2004 Beitrag Nr. 17 (Kapitel 1007)

Die Akademie für Natur- und Umweltschutz ist organisatorisch Teil des Umweltministeriums. Ihre Bildungsarbeit im Umweltbereich gestaltet sie jedoch in hohem Maße eigenständig. Seit 1992 ist die Akademie in einem repräsentativen landeseigenen Villen-Gebäude in Stuttgart untergebracht.

Der Rechnungshof empfahl, für die Bildungsarbeit einen klar umrissenen Auftrag für die Akademie mit messbaren Leistungszielen zu formulieren. Um den Kostendeckungsgrad von 6 % deutlich zu erhöhen, schlug er Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen und eine kostengünstigere Unterbringung vor. Darüber hinaus sollten Synergieeffekte durch eine Integration in die heutige Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg geprüft werden.

Parlamentarische Behandlung

Der Landtag hat die Landesregierung ersucht, mögliche Synergien durch die angeregte Integration zu prüfen, die Einführung eines Qualitätssicherungssystems zu veranlassen und die Wirtschaftlichkeit der Akademie zu erhöhen.

Reaktion der Landesregierung

Die Landesregierung hat berichtet, dass die Akademie durch höhere Seminargebühren und weniger Gebührenbefreiungen den Kostendeckungsgrad steigern konnte. Auch beabsichtige sie, mit Unterstützung einer externen Evaluierung der Akademiearbeit Effizienzreserven aufzudecken.

Weiterhin hat die Landesregierung mitgeteilt, dass sie durch die Integration der Akademie in die Landesanstalt keine Synergieeffekte erwarte. Unabhängig von einer organisatorischen Integration könne eine räumliche Zusammenfassung im Wege der Integration in Karlsruhe auch nicht sozialverträglich realisiert werden.

Parlamentarische Erledigung

Der Finanzausschuss hat den Bericht der Landesregierung zur Kenntnis genommen und das parlamentarische Verfahren beendet.

Bewertung Zielerreichung

Die Einnahmen wurden durch höhere Seminargebühren erhöht. Das Qualitätssicherungssystem wird schrittweise erweitert.

Die Empfehlungen des Rechnungshofs, Gebührenbefreiungen konsequenter einzuschränken, wurden nur teilweise aufgegriffen. Unbefriedigend ist, dass eine wirtschaftlichere Unterbringung noch nicht erreicht wurde.

Parlamentsdokumentation